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Ortsfamilienbuch Nieder-Kainsbach

Glockenturm am Friedhof von Nieder-Kainsbach Nieder-Kainsbach liegt im nördlichen Odenwald an der Mündung des Kainsbachs in die Gersprenz.

Erstmals wird der Ort im Jahre 1012 erwähnt, als im Lorscher Codex bei der Beschreibung einer Wildbanngrenze der Name Cuningesbach auftaucht. Ob es sich dabei um die Ansiedlung oder den Bach handelt, ist ungewiss. Etwas deutlicher tritt das Dorf 1384 aus dem Dunkel seiner Vergangenheit. Ein im Staatsarchiv Darmstadt aufbewahrtes Lehenrevers besagt, dass Schenk Heinrich von Erbach das halbe Dorf "Kunspach" vom Kloster Fulda zum Lehen erhalten hat. Zu diesem Zeitpunkt war Nieder-Kainsbach grundbesitzmäßig aber schon geteilt, wobei der Dorfbach die Grenze bildete. Eine Hälfte mit 3½ Huben gehörte der Abtei Fulda, während das andere Teil aus einem Hofgut bestand und dem Kloster Lorsch bzw. den Grafen von Katzenellnbogen zugehörig war.
Die Kirchen- und Patronatsrechte hatten seit 1424 die Erbacher Grafen ausgeübt und Nieder-Kainsbach war in Brensbach “eingepfarrt”, wo schon früher die gemeinsame Mutterkirche sowie der Friedhof benutzt wurden. Im Jahre 1443 besitzt Pfalzgraf Ludwig die Hoheitsrechte über den fuldischen Teil, welcher das halbe Dorf "Konßpach" an Schenk Otto von Erbach verliehen hatte. Im Jahre 1455 wird das Dorf in einer Urkunde erstmals "Nydern-Konspach" genannt und die ursprünglichen 3½ Huben haben sich mittlerweile in 14 kleinere Hubengüter aufgeteilt. Mit dem Aussterben des Grafengeschlechtes derer von Katzenelnbogen, gelangte 1476 das Dorfteil mit dem Hofgut an die Landgrafen zu Darmstadt und wurde von Lichtenberg aus verwaltet.
Mit Gründung des Großherzogtums Hessen im Jahre 1806 wurden alle früheren Grundbesitzrechte aufgelöst und die Grafschaft Erbach samt Nieder-Kainsbach nach Hessen eingegliedert. Dabei wurde eine Volkszählung durchgeführt und der Großherzogliche Bürgermeister von Nieder-Kainsbach meldete 226 Einwohner, die in 42 Häusern lebten. Von 1852 bis 1874 war das Dorf dem Landkreis Lindenfels zugeteilt und wurde anschließend wieder vom Kreis Erbach verwaltet.
Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. Februar 1971 die Gemeinde Affhöllerbach mit den zu ihr gehörenden Weilern Kilsbach und Stierbach auf freiwilliger Basis nach Nieder-Kainsbach eingemeindet. Am 1. August 1972 erfolgte durch Gesetz die Eingliederung der so vergrößerten Gemeinde zusammen mit Höllerbach, Wallbach und Wersau in die Gemeinde Brensbach.

Seit der Reformation ist der Ort fast ausschließlich lutherisch und gehört zur Pfarrei Brensbach. Die wenigen Katholiken gehörten bis 1931 zur Pfarrei Hering.

Quellen:

weitere Quellen:


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Heiner Wolf