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Ortsfamilienbuch Glashütten

Glashütten liegt im mittleren Westböhmen und gehört landschaftlich zum südöstlichen Tepler Hochland. Nach Süden und Osten senkt sich das waldreiche Hügelgelände allmählich, reicht aber noch nicht ins Pilsener Becken hinein.

Die Erschließung des Raumes begann mit chodischen Siedlern, die anschließend durch Kolonisten aus dem westlich gelegenen Herzogtum Bayern ergänzt, erweitert und vervollständigt wurde. Nach der Dezimierung der Menschen von ungefähr 1400 bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts infolge der Hussitenkriege, Pestepidemien und des Dreißigjährigen Krieges gelangte durch eine neue Siedlungswelle das deutschsprachige Element in den Vordergrund. Deutsch wurde zur fast alleinigen Sprache bis zur Vertreibung der deutschen Bewohner in den Jahren 1945 und 1946.

Aus den Kirchenbüchern der Pfarre Girsch (Buch 01 geführt ab 1712) lässt sich ablesen, dass die Glashütte Trahona schon 1712 bestand. Leider ist nicht erkennbar, ob die Hütte bereits vorher existiert hatte.

Nach der verfügbaren Literatur zu ehemaligen Glashüttenstandorten in Böhmen soll die Glashütte Trahona zwischen den Orten Girsch und Glashütten (tschech. Skelná Huť) gestanden haben.

Zur Pfarre Girsch gibt J. G. Sommer 1838 an: ... eingepfarrt die hiesigen Dörfer Trahona, ... Glashütten...“. Vermutlich war Trahona das ältere Dorf und „lieferte“ den Namen für die Hütte. Zum Dorf Glashütten bemerkt Sommer: „Das Dorf hat seinen Namen von der in früherer Zeit hier bestandenen obrktl. (zur Obrigkeit gehörenden) Glashütte.“

In einer Urkunde aus dem 13. Jahrhundert, wird eine Reihe Orte aufgezählt, die alle dem Johanniterorden überlassen wurden. Teils handelt es sich um Neuschenkungen durch den böhmischen Herzog Bedrich (dtsch. Friedrich), teils um Besitzbestätigung oder Austausch von Grundbesitz. Es sind u.a. die Dörfer Trahona (tsch. Trhomne) und Girsch (tsch. Krsy).

In den Jahren 1810 – 1830 wurde die Fernstraße (Kaiserstraße) Pilsen-Karlsbad, die ca. 2 km an Glashütten vorbeiführt, gebaut und 1885 erfolgte die Verbindung nach Glashütten.

Bis 1827 mussten die Kinder 4 km weit in die Schule nach Girsch gehen. Im gleichen Jahr begann Andreas Salfer in Glashütten eigenmächtig zu unterrichten. Er wurde trotz Beschwerde des Girscher Pfarrers beim Vikariat Theusing als Lehrer bestätigt. Nach dem Bau eines neuen Schulgebäudes in Glashütten wurde die Schule zweiklassig, erhielt 1924 eine Parallelklasse und 1925 eine ganzjährige Expositur für Trahona in einem Schulneubau. Zur Kirche ging man nach Girsch, wo auch die Verstorbenen ihre letzte Ruhestätte fanden.

Quellen:

  • M. Schubert 2012: Pressglaskorrespondenz
  • Heimatverein Plan-Weseritz
  • Wikipedia
  • Ralf Heimrath: Der ehemalige Gerichtsbezirk Weseritz in der westböhmischen Besiedelungsgeschichte:



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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Herbert Bartl