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Ortsfamilienbuch Rohrbronn
1809 löste sich die bürgerliche Gemeinde von Winterbach und hatte zusammen mit Hebsack einen eigenen Schultheißen. Nach kurzzeitiger Wiedereingliederung nach Winterbach wurde Rohrbronn 1828 endgültig selbstständig. Seit der Gemeindereform von 1974 ist es ein Teilort der Gemeinde Remshalden im Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg. Bis zum Jahr 1965 hatte Rohrbronn keine eigene Kirche. Die Bewohner mussten immer den Berg hinab nach Winterbach. Erst nach 1809 war der Hebsacker Vikar auch für Rohrbronn zuständig. Mit der Fertigstellung der evangelischen Christuskirche 1965 erhielt der Ort erstmals ein eigenes Gotteshaus. Einen eigenen Friedhof gab es bereits seit 1865 – bis dahin mussten alle Beerdigungen in Winterbach stattfinden. Grundlage des in mehrjähriger Arbeit erstellten Ortsfamilienbuchs sind die in der Mutterkirche Winterbach angelegten 34 Kirchenbücher. Diese verfilmten und digitalisierten Dokumente befinden sich heute im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart und beginnen mit den Eintragungen im Mischbuch Bd. 1 von 1649 [2]. Für die Unterstützung durch Herrn Michael Bing und Dr. Bertram Fink vom Landeskirchlichen Archiv bedanken wir uns recht herzlich. Einmalig sind die Seelenregister, angefertigt mit viel Müh und Arbeit für seine Gemeinde und deren Filialen vom Winterbacher Pfarrer Johann Christoph Harpprecht (1688–1763). Diese Bücher enthalten nicht nur eine erste Zusammenfassung der Familiendaten, sondern oftmals auch noch die Lebensgeschichte der Probanden. Über die Jahrhunderte hinweg bestand der Haupterwerb im Wein- und Obstbau, insbesondere im Kirschanbau, was sich auch im Ortswappen mit seinem Kirschenzweig niedergeschlagen hat. Bei den meisten Bürgern ist als Beruf Weingärtner vermerkt. Häufig genannt werden aber auch die Weber, meist im Nebenerwerb. Die Transkriptionen wurden in die Genealogie-Datenbank „Gen-Pluswin" eingetragen. Darin enthalten sind die Geburts-, Tauf-, Konfirmations-, Heirats- und Sterbedaten sowie die jeweiligen Taufpaten von über 5.700 Personen, die zwischen ca. 1640 und 1940 in Rohrbronn lebten. Da Gen-Pluswin nicht mehr weiterentwickelt wird, wurden die Daten inzwischen aufbereitet, die Orts- und Quellenverwaltung modernisiert und in das Programm Ahnenblatt überführt. Bei der Erstellung dieses Ortsfamilienbuches (OFB) wurde für die Personennamen überwiegend die heute gebräuchliche Schreibweise benutzt. Bei dieser Publikation wurden die Vorgaben der Gesetze zum Schutz der Persönlichkeitsrechte (30 Jahre nach dem Tod, 110 Jahre nach der Geburt und 80 Jahre nach der Heirat) beachtet. Daher findet sich bei manchen Eintragungen die Bemerkung „Einschränkung wegen Datenschutz". Familienforscher erhalten jedoch von den Standesämtern die erforderlichen Informationen zur Weiterführung ihres persönlichen Familienstammbaums. Sämtliche Familien sind nach Name, Vorname und Heiratsdatum alphabetisch sortiert und mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Diese Nummerierung ist Kennziffer für alle weiteren Erwähnungen der Person bei Heirat, Geburten, Patenschaften und Todesfällen. Sie findet auch Verwendung beim zusätzlichen Index der Herkunftsorte und der dort erwähnten Personen. Trotz mehrfacher und sorgfältiger Korrektur sind sicherlich noch Fehler und unvollständige Angaben enthalten. Korrekturhinweise und Ergänzungen sind daher jederzeit willkommen.
Das Ortsfamilienbuch wurde von Uwe Riegel zusammengestellt, unterstützt von Hermann Kull († 5. Mai 2025). Die weitere Betreuung und Pflege der Daten hat Thomas Bugge übernommen.
Ahrensburg 2026 |
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Letzter Stand Ortsfamilienbuch Rohrbronn: 02.01.2026 Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
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