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Familiendatenbank Sinti

 

Einstieg in das Thema: Sinti - Wikipedia
Buchempfehlung: Oliver von Mengersen (Hrsg.): Sinti und Roma. Eine deutsche Minderheit zwischen Diskriminierung und Emanzipation. Bonn/München 2015 (=Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Bd. 1573)

Sinti ist die Eigenbezeichnung derjenigen Roma, die im (historischen) deutschsprachigen Raum leb(t)en und dort seit 1417 nachweisbar sind.

Die Datenbank soll eine Hilfe für die Familienforschung von Sinti sein. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich vom ersten Auftreten der Sinti in Deutschland zu Beginn des 15. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert, wobei aufgrund der Quellenlage der Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert liegt. Aufgenommen werden alle Personen, die in zeitgenössischen Quellen als "Zigeuner" bezeichnet werden oder die aufgrund der Kombination einschlägiger Familiennamen, Attribute (umherreisend, umherziehend) und Berufe als Sinti zu identifizieren sind. Zu den typischen Berufen zählen Artisten, (umherreisende) Händler, Kämmerjäger, [Unterhaltungs-] Künstler, Marionettenspieler, Musiker, Puppenspieler, Sänger, Schausteller, im 18. Jahrhundert auch Soldaten.

Das Projekt soll die lange kulturelle Tradition der Sinti in Deutschland vor Augen führen. Gleichzeitig wird auf das Ausmaß des Völkermordes an den Sinti während des Zweiten Weltkrieges aufmerksam gemacht.

Es ist geplant, die Literatur, das Internet und alle öffentlich zugänglichen Archive systematisch durchzusehen. Ausgewertet werden hauptsächlich Kirchenbücher und Standesamtsregister, ergänzt durch weitere Bestände in staatlichen und kirchlichen Archiven, und schließlich Dokumente aus Arolsen Archives, dem weltweit größten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Jede Dateneingabe erfolgt immer mit Nachweis der jeweiligen Quelle, so dass nachvollziehbar und überprüfbar ist, woher eine Angabe stammt. Die Quellen werden bei jeder Person angegeben und sind im Anhang dieser Seite aufgeführt.

Bad Freienwalde (Oder), den 24. März 2024

Stefan Rückling

 

Familienbild Wagner. Aufnahme: Karl Weiß, 1920er Jahre.
Quelle: Bezirksmuseum Buchen, https://nat.museum-digital.de/object/638598

 

Quellenverzeichnis

Allgemein

Zahlreiche Funde in Kirchenbüchern und Standesamtsregistern, deren Auflistung hier zu weit führen würde; sie sind in den jeweiligen Fußnoten zitiert.

Literatur 

  • Enders, Lieselott: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts). 2., unveränderte Auflage. Berlin 2016 (=Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Bd. 56).

Arolsen Archives 

Arolsen Archives. Enthält: Zwangsarbeiter, Personen in Gefängnissen und Konzentrationslagern, Displaced Persons.

Berlin, Landesarchiv

  • A Rep. 30-02-03: Polizeipräsidium Berlin - Kriminalpolizeileitstelle "Zigeuner":
    • Nr. 16, 18: Personenakten, 1940-1944 (online in Arolsen Archives).
  • A Rep. 369: Strafgefängnis Plötzensee - Gefangenenkartei (online in Arolsen Archives).

Hamburg, Staatsarchiv

(mit freundlicher Unterstützung von Claudia Stock, Lüneburg)

  • 331-1 II: Polizeibehörde - Landfahrer-Dienststelle:
    • Nr. 909: Abwesenheitspflegschaften für die im Mai 1940 abgeschobenen "Zigeuner", 1945, 1955, 1963.

Potsdam, Brandenburgisches Landeshauptarchiv

  • Rep. 41 Amtsbezirk Brieske, Nr. 156: Acta des Amtsbezirks Senftenberg betreffend Bekämpfung des Zigeunerunwesens, 1911-1938.



:: Weitere Links
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Pfeil Sinti in Wikipedia
:: Kontakt
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Stefan Rückling


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