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Ortsfamilienbuch Wietmarschen

Wietmarschen ist der Name einer Gemeinde im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen mit 12.959 Einwohnern (Stand: 2024). Zur Gemeinde Wietmarschen zählen neben dem Namensgebenden Ortsteil heute auch die Ortsteile Lohne (Nordlohne, Mittellohne, Südlohne, Lohnerbruch und Rükel), Schwartenpohl und Füchtenfeld. Die heutige Gemeinde entstand nach der Gebietsreform der 1970er Jahre. Während Wietmarschen seit jeher zur Grafschaft Bentheim gehört hatte, gehörte Lohne vorher zum Landkreis Lingen und Schwartenpohl zum Landkreis Meppen.

1152 gründeten die Gräfin Gertrud von Bentheim und der Ritter Hugo von Büren am Südrand des Bourtanger Moores zwischen der Bakelder und der Lohner Mark das Benediktiner-Doppelkloster St. Marienrode. Von seiner Lage weit in der Marsch (Niederdeutsch: „wyt in de Mersch“) erhielt die Bauerschaft, die bei diesem Kloster entstand, ihren Namen Wietmarschen.

Nachdem die Mönche im Jahre 1259 nach Utrecht übergesiedelt waren, wurde das Kloster zu einem reinen Frauenkloster. 1675 wurde das Kloster in ein freiweltliches adliges Damenstift umgewandelt. In der Napoleonischen Zeit wurde das Stift 1811 aufgelöst.

Wegen des vor Ort ansässigen Klosters bzw. Stifts blieb der Ort Wietmarschen auch nach der Reformation katholisch, während die übrige Grafschaft Bentheim evangelisch-reformiert wurde.

Die ehemalige Stiftskirche St. Johannes Apostel dient heute als Pfarr- und Wallfahrtskirche. Ihre ältesten Elemente sind der romanische quadratische Chor aus dem späten 13. Jahrhundert. Lohne gehörte kirchlich jahrhundertelang zu Schepsdorf. Seit 1452 ist dort eine Antoniuskapelle belegt. Diese Kapelle wurde 1852 durch einen Kirchenneubau ersetzt, der erst 1915 zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben wurde.

Das Online-Ortsfamilienbuch Wietmarschen basiert auf dem gedruckten Ortsfamilienbuch Wietmarschen, das von Hermann Peters und Harm Schneider bearbeitet und 2016 vom Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft herausgegeben wurde. In das Online-Ortsfamilienbuch sind zahlreiche Korrekturen, Ergänzungen und Erweiterungen eingeflossen.

Verwendete Quellen

  • Kirchenbücher St. Johannes Apostel Wietmarschen:
    • Taufen seit 1659
    • Trauungen seit 1659
    • Beerdigungen seit 1682
  • Zivilstandsregister Wietmarschen:
    • Geburten 1810–1813
    • Heiraten 1810–1813
    • Sterbefälle 1810–1813
  • Personenstandsbücher des Standesamts Wietmarschen:
    • Geburten seit 1874
    • Heiraten seit 1874
    • Sterbefälle seit 1874
  • Weitere Quellen:
    • Urbar des Klosters Wietmarschen
    • Status Animarum des Kirchspiels Wietmarschen 1663
    • Grabsteine des Alten Kirchhofs
    • Grabsteine des Waldfriedhofs
    • Totenzettelsammlung ab 1825
    • Traueranzeigen



:: Weitere Links
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Pfeil Wietmarschen in Wikipedia
Pfeil Lage, Stadtplan Wietmarschen
:: Kontakt
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an:
Matthias Bollmer


Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft e. V. (AFEL)


letzte Aktualisierung der Datenbank Ortsfamilienbuch Wietmarschen: 03.05.2026
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons - Namensnennung 4.0 International Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag
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