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Ortsfamilienbuch Dittmerau

Dittmerau – polnisch Dziecmarowy.

Kirchdorf im Westen von Oberschlesien im Kreis Leobschütz.

Das katholische Kirchspiel Dittmerau liegt im Osten des Kreises Leobschütz (pol. Glubczyce), ehemals Oberschlesien, etwa 6 km nordwestlich von Bauerwitz und 11 km östlich von Leobschütz.

Das Ortsfamilienbuch Dittmerau (Stand: 08/2012) umfasst zur Zeit die ältesten verfilmten Taufbücher von 1782 bis 1923. Leider sind die meisten Ehen und Tote bis jetzt nicht verfilmt oder verschollen, sodass eine sichere Verknüpfung der Familien schwierig ist. Soweit wie möglich sind die Personen zu Familien zusammengestellt, einzelne Daten können vielleicht später noch zusammengefügt werden. Die Namen sind meist auf eine Schreibweise vereinheitlicht, der Alternativ-Name ist dann als Bemerkung mit angegeben. Einige Namen (auch von Orten), gerade wenn sie nur sehr vereinzelt vorkommen, sind leider nicht richtig zu entziffern, so dass sich hier auch Fehler einschleichen konnten. Ich kann daher auch keine Gewähr für die Richtigkeit übernehmen.

Quellen:

  1. Heimatkunde des Kreises Leobschütz. Geschichtliches der einzelnen Ortschaften des Kreises Leobschütz mit 111 Abbildungen und Plänen, Robert Hofrichter, Leobschütz, 1914.
  2. Kirchenbücher von Dittmerau: Taufen 1782-1941 (auf Mikrofilmen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage [Mormonen]).
  3. Kirchenbücher von Dittmerau: Taufen, Heiraten, Tote ab 1847 bis 1874 mit Lücken im Archiwum Panstwowe w Opolu (Oppeln).
  4. Zivilstandsregister von Dittmerau: Geburten, Heiraten und Tote: 1874-1884 (auf Mikrofilmen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage [Mormonen]).
  5. Zivilstandsregister von Dittmerau: Geburten, Heiraten und Tote: 1874-1906 im Archiwum Panstwowe w Opolu (Oppeln).

     

Das folgende Text aus R. Hofrichter, Heimatkunde des Kreises Leobschütz (1914):

In alter Zeit hieß der Ort Dittmerow, Ditmaraw (1418) und Ditmeraw (1447). Dittmerau gehörte zum Herzogtum Cosel und kam 1311 durch Kauf von dem damaligen Besitzer Johannes Czesnitz an de Komturei Gröbnig. In Dittmerau befand sich niemals ein herrschaftliches Gut. [Nach den Taufbüchern gab es ein Freigut namens Radowietz oder Radonowitz um 1800]. Anscheinend wurde der Ort sofort als Zinsdorf angelegt. Die Ablösung des Untertänigkeitsverhältnisses ging um das Jahr 1825 vor sich.

Im Jahr 1723 zählte der Ort einen Scholzen, 24 Bauern und 24 Häusler. In 1914 waren 22 Bauern, 76 Gärtner und 32 Häusler. Die gesamte Feldmark umfasst 846 ha. Die Einwohnerzahl betrug 446 Personen im Jahr 1783, 744 in 1855 und 779 in 1910. Von gewerblichen Anstalten sind nur zwei Windmühlen vorhanden; die Brennerei und Brauerei gingen ums Jahr 1852 ein. Anschluß an die Chaussee Leobschütz-Cosel hat der Ort seit 1901. Die Pflasterung der Dorfstraße wurde 1890 ausgeführt. Eine Posthilfsstelle besteht seit 1888, der Fernsprechanschluss seit 1901. Der nächste Bahnhof, Bauerwitz [Jernau], ist 6 km vom Orte entfernt. Der Kriegervereins wurde 1889, die Spar- und Darlehnskasse 1895 gegründet. Das Gemeindesiegel enthält die Göttin der Gerechtigkeit mit Wage und Schwert.

Der südliche Teil des Dorfes ist sehr wasserarm. Bis in die neue Zeit war ein einziger Brunnen vorhanden, der trinkbares Wasser spendete. Mehrere Zisternen weisen nur nach Regen und Tauwetter Wasser auf. In der Mitte und im nördlichen Teile des Dorfes gab es zwar eine Anzahl von Brunnen mit gutem Trinkwasser, sie versagten jedoch bei anhaltender Trockenheit. In den Jahren 1865 und 1866 musste das Wasser aus der Niedermühle bei Gröbnig und der Zinna geholt werden. In neuerer Zeit haben mehrere Besitzer ihre Brunnen vertieft, so daß eine Wassernot wohl nicht mehr eintreten dürfte.

Kirchliches

Dittmerau gehört zum Bistum Breslau und dem Archipresbyterat Kostenthal. Ehemals [vor 1660] war es eine Tochterkirche von Babitz. Um das Jahr 1660 stiftete ein Bauer, namens Koska, der drei Huben Feld besaß, die Pfarrwidmut, und 1668 wurde Dittmerau zum Pfarrort erhoben. Die alte, nur halb gemauerte Kirche brannte im Jahre 1783 [vermutlich mit alle Kirchenbücher] mit einem Teil des Dorfes ab. In den nächsten erbaut die Gemeinde das heutige Gotteshaus; ein Schieferdach erhielt es erst 1857. Der Turmhelm mußte 1895 erneut werden. Die Turmuhr schenkte 1897 der Gärtnerauszügler Johann Malik. In den Jahren 1896 und 1897 wurde die Kirche gründlich ausgessert. Durch den Anbau einer Kapelle, der Sakristei gegenüber, sind 12 0Sitzplätze gewonnen geworden.

Die Kirche ist dem heiligen Michael geweiht, der auf dem Hochaltersbild dargestellt ist. Die Seitenaltäre sind der hl. Maria und dem hl. Stanislaus zu Ehren errichtet. Die Orgel erhielt im Jahre 1903 drei neue Stimmen. An Pfarrgrundstücken sind 25 ha vorhanden.

1898 legte die Gemeinde außerhalb des Dorfes an der Leobschützer Straße einen 1.25 ha großen Friedhof an; 1903 versah man den Weg dahin mit Pflaster. Das Kreuz an der Leobschützer Straße ist eine Stiftung der Eheleute Franz und Anna Lux. An der Südostseite des alten Friedhofes befindet sich seit 1900 eine Oelbergkapelle. Die Johanneskapelle in der Mitte des Dorfes besteht seit dem großen Brande im Jahr 1780.

Als Pfarrer wirkten bisher: Urban Franz Medecki (1668-1684), Franz Chimasius (1684-1692), Nikolaus Bernhard Alberti (1692-1739), Szyga (1739-1763), Joseph Zembak (1763-1793), Georg Poppe (1793-1803), Michael Pitenek (1803-1806), Anton Woitala (1806-1828), Isidor Hain (1828-1851), Erzpriester Ignaz Lodzit (1851-1853), Rudolf Hirsch (1853-1862), Anton Wermund (1862-1893), Johannes Manderla (1893-1910).

Von der Schule

Die Schule besteht wohl schon, seit Dittmerau ein Pfarrort ist. 1750 ist hier als Schulhalter ein gewisser Beck tätig. Das alte hölzerne Schulhaus wurde 1833 abgetragen und durch das heutige ersetzt. Der nur aus einem Geschoss bestehende Bau enthält zwei Klassenzimmer, eine Wohnung für den Hauptlehrer und im Westgiebel eine Stube für einen unverheirateten Lehrer. Zweiklassig ist die Schule seit 1857, und seit 1901 hat sie drei Klassen mit zwei Lehrern. 1885 wurden in den beiden Klassenzimmern und 1889 in der Lehrerwohnung die alten Balkendecken durch Rohrdecken ersetzt. An Schulgrundstücken sind 6.44 ha vorhanden.

Schulleiter waren bisher: Paul Ambrosius (um 1719), Franz Pixa (um 1747), Pixa bis 1790, Ambrosius Sedlag (1790-1822), Johann Czekir (1822-1866), Philipp Gawlik (1888-1912), Theophil Krawietz (1913- ).

Söhne des Ort:

Anastasius Sedlag (1796-1856), von 1834 bis 1856 Bischof von Kulm
http://www.kirchenlexikon.de/s/s2/sedlag_a.shtml
http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Sedlag,_Anastasius


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Uwe Beffert