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Ortsfamilienbuch Gröbnig

Gröbnig - polnisch Grobniki.
Kirchdorf im Westen von Oberschlesien im Kreis Leobschütz, bis 1810 Malteser Kommende zu Gröbnig.

Das katholische Kirchspiel Gröbnig liegt im Osten des Kreises Leobschütz (pol. Glubczyce), ehemals Oberschlesien, etwa 3,5 km östlich von Leobschütz an der Leobschützer-Coseler Chausee und an der Zinna. Das Kirchspiel erfasst bis 1918 die Adjuncten Schönbrunn und Neustift.

Das Ortsfamilienbuch Gröbnig umfasst zur Zeit alle verfilmten Kirchenbücher von 1724 bis 1945 und die noch in Olmütz gelagerten und unverfilmten Kirchenbuchduplikate von 1689 bis 1852. Personen die nach 1911 geboren wurden (und deren Tod nicht bekannt ist) sind jetzt geschützt, sodass keine Daten von lebenden Personen vorkommen. Weitere Informationen zu Nachkommen sind natürlich auf Anfrage erhältlich.

Ergänzt wird das Ortsfamilienbuch durch Standesamtliche Unterlagen, so dass auch evangelische, jüdische und freireligiöse  Personen genannt sein können.

Soweit wie möglich sind die Personen zu Familien zusammengestellt, einzelne Daten können vielleicht später noch zusammengefügt werden. Die Namen sind öfters auf eine Schreibweise vereinheitlicht, der Alternativ-Name ist dann als Bemerkung mit angegeben. Einige Namen (auch von Orten), gerade wenn sie nur sehr vereinzelt vorkommen, sind leider nicht richtig zu entziffern, so dass sich hier auch Fehler einschleichen konnten. Ich kann daher auch keine Gewähr für die Richtigkeit übernehmen.

Zu beachten sind die folgende Lücken / fehlende Jahrgänge:

  • Heiraten: 1851, 1853-1872, 1886-1890, 1892
  • Tote: 1851, 1853-1869

Das Ortsfamilienbuch Gröbnig wurde 2013 ergänzt durch die seit Jahrzehnten gesammelten Informationen der Ortsdelegierten und der Leobschützer Heimatstube in Eschershausen. Quellen siehe Punkt 8. Die Angabe eines Wohnortes "nach 1946" ist nur ein zeitlich ungefährer Hinweis, die Adresse könnte z.B. in den 1950er oder 1980er Jahren gültig gewesen sein!

Quellen:
  1. Heimatkunde des Kreises Leobschütz. Geschichtliches der einzelnen Ortschaften des Kreises Leobschütz mit 111 Abbildungen und Plänen, Robert Hofrichter, Leobschütz, 1914.
  2. Zweitschriften der Pfarreien der ehemaligen Erzdiözese Olmütz (tsch. Olomouc), wozu auch Pfarreien des Südkreises von Leobschütz gehörten. Gröbnig: Taufen und Heiraten ab 1689 bis 1852, Tote ab 1704 mit Lücken.
  3. Kirchenbücher von Gröbnig: Taufen, Heiraten, Tote ab 1724 bis 1945 mit Lücken (auf Mikrofilmen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage [Mormonen]).
  4. Kirchenbücher von Gröbnig: Taufen, Heiraten, Tote ab 1724 bis 1874 mit Lücken im Archiwum Panstwowe w Opolu (Oppeln).
  5. Kirchenbücher von Schönbrunn: Taufen 1907-1944, Heiraten und Tote 1919-1923 auf Mikrofilmen der Kirche Jesu Christi der Heiligen Letzten Tage [Mormonen]).
  6. Zivilstandsregister von Gröbnig: Geburten, Heiraten und Tote: 1874-1884 (auf Mikrofilmen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage [Mormonen]).
  7. Zivilstandsregister von Gröbnig: Geburten, Heiraten und Tote: 1874-1904 im Archiwum Panstwowe w Opolu (Oppeln).
  8. Ortslagepläne, Erinnerungsskizzen, Einwohnerverzeichnis, Schulchronik, Klassenphotos, Verlustlisten, Fluchtberichte, Adresskartei, familiäre Angaben, Zeitzeugenaussagen.
  9. Zivilstandsregister Breslau Standesamt I und II (nur Unterlagen die das OFB betreffen).

Politisch gehörte der Kreis Leobschütz mit all seinen Ortschaften zunächst zum Großmärischen Reich:
von 906 – 1523 zu Böhmen
von 1523 – 1622 zum Markgrafen von Hohenzollern
von 1622 – 1741 zu Österreich
von 1741 – 1945 zu Preußen
von 1945 – heute zu Polen

Geschichte der Kommende Gröbnig

Der Ort wurde 1183 Grobeniky, 1236 Gronic, 1256 Grobnich, 1263 Grobnik, 1377 Grobnick, böhm. Hrobniky genannt (Hrob = Grab). Da Gröbnig schon in frühester Zeit sich im Besitz der Johanniter (auch Malteser), der Beschützer des Hl. Grabes, befindet, ja wahrscheinlich von diesen auch gegründet und mit Deutschen besiedelt wurde, so bedeutet der Name Gröbnig wohl nichts anderes als „Ort der Leute vom Hl. Grabe“. Ununterbrochen gehörte Gröbnig den Johannitern bis zur Einziehung der Ordensgüter im Jahre 1810. Der Ort bildete mit den ebenfalls den Johannitern gehörigen Zinsdörfern Schönbrunn, Dittmerau, Babitz, Leisnitz, Neustift, Jernau, Wernersdorf und Leimerwitz die Kommende Gröbnig. Der Ordensobere, Komtur genannt, bewohnte von 1535 ab das Schloß in Gröbnig. Er war zugleich Kirchen- und Schulpatron nicht nur der Kommendedörfer, sondern auch von Leobschütz, Cosel und Alt Zülz. An den Kirchen dieser Orte wurden Ordensgeistliche als Seelsorger angestellt. Von 1283 bis zur Reformationszeit bewohnten die Johanniter den Kreuzhof in Leobschütz, der an der Stelle der evangelischen Kirche lag. 1535 siedelten sie nach Gröbnig über und errichteten hier ein Hospital. Da eine Rückkehr nach Leobschütz, das sich damals vollständig der neuen Lehre zugewandt hatte, ausgeschlossen erschien, erbaute sich im Jahre 1559 der Komtur Freiherr von Pruskowski in Gröbnig ein neues, dreistöckiges Schloß. Die beiden unteren Geschosse sind mit einigen Umänderungen bis auf den heutigen Tag erhalten. Auch das Wappen des Erbauers über dem Eingange befindet sich noch in gutem Zustande.

Die Gröbniger Gutsgebäude lagen südlich, westlich und nördlich von der Kirche und grenzten an den Kirchhof. Brauerei und Schloßmühle bestehen heute noch.

Nach der Aufhebung der Ordensgüter im Jahre 1810 erwarb die Kommende Gröbnig mit den oben genannten gutsuntertänigen Ortschaften der Königliche Geheime Oberfinanzrat Friedrich Wilhelm Bernhard von Prittwitz für rund 200 000 Tlr. Gröbnig allein kostete ihn 70 000 Tlr. Prittwitz überließ den Schönbrunnern die „Wusting“ für einen Erbzins von 300 Tlrn. Unter Wüstung verstand man die zum Teil noch unbebauten Grundstücke zwischen Schönbrunn und dem Graudenaer Walde. Das Gut in Gröbnig erwarb in Jahre 1841 Kaufmann Joseph Polko für 135 000 Tlr., 1842 Amtsrat Karl Früson für 160 000 Tlr., 1843 Kaufmann Mendel Samuel Berliner aus Zülz für 153 000 Tlr. Berliner ließ sich zunächst zur Ablösung der bäuerlichen Verpflichtungen eine recht annehmbare Summe zahlen – für Abtretung des Hutungsrechtes allein 2500 Tlr. – und verkaufte 1844 einen Teil und 1859 auch den Rest des Gutes stückweise für rund 270 000 Tlr. Das dritte Geschoß des Schlosses ließ Berliner abtragen. Mit dem Abraum wurde ein Teil des an der Westseite des Schlosses befindlichen Teiches zugeschüttet und dadurch der heutige Schloßgarten gewonnen. Den Brauereiausschank, der neben der Schule lag, verlegte Berliner in das Schloss und verkaufte auch dieses im Jahre 1860.

Im Norden von Gröbnig, gegen Leisnitz hin, lag ein zur Herrschaft Gröbnig gehöriger Gutshof, „Schäferkeule“ genannt. Von der Leobschützer Straße führte bis dahin eine Pappelallee. In dieser fand 1834 das erste oberschlesische Pferderennen statt. Die Ablaufstelle war an der Potenskabrücke. Die Grundstücke gingen um das Jahr 1855 ebenfalls an die Bauern über. Die dortigen Wirtschaftsgebäude verschwanden mit der Zeit. Ein kleiner Busch bezeichnet noch gegenwärtig ihren ehemaligen Standort.

In dem vom Schlosse in südwestlicher Richtung hinführenden Tale an der Wernersdorfer Chaussee befand sich ein anmutiges Wäldchen, das sogenannte Schäferwäldchen mit dem Sibyllentempel. In einer offenen Säulenhalle stand das Standbild der römischen Wahrsagerin Sibylle. Das Wäldchen ließ Berliner um das Jahr 1850 abholzen. Einige Jahre später wurde auch der Sibyllentempel abgetragen. Die Verlängerung dieser Talmulde über die Wernersdorfer Chaussee hinaus führt die Bezeichnung Galgenbusch, obwohl dort kein Busch mehr vorhanden ist. Der Komtur hatte in früherer Zeit auch die Höhere Gerichtsbarkeit, und dort soll der Henker die Todesstrafen vollzogen haben. Eine Frau Hanschke aus Sabschütz wird als die letzte hier hingerichtete Person bezeichnet.

Die Schloßmühle war im Jahre 1718 verpachtet. In dem Urbarium vom genannten Jahre finden wir die Bemerkung, daß bis 1715 die Herrschaft die Mühlsteine lieferte und anfahren ließ. Von dieser Zeit an mußte sich jeder Müller die Steine selbst kaufen, und den Bauern wurde die Verpflichtung auferlegt, die Anfuhr unentgeltich zu besorgen. Wir ersehen daraus, wie damals noch die Pflichten und Lasten der Untertanen wuchsen. Zu der Zeit, als die Mühle, die zwei Gänge aufwies, noch nicht verpachtet war, stellte die Herrschaft während des Wassermangels 30 Ochsen ein. Diese Art des Betriebes war jedoch nicht lohnend. Man schaffte daher nach einigen Jahren die Ochsen wieder ab und ließ die Mühle bei trockener Jahreszeit still stehen. Die unterhalb Gröbnig liegende zweite Mühle befand sich von jeher in Privatbesitz. 1903 zerstörte das Hochwasser das Wehr. Da dessen kostspieliger Wiederaufbau unterblieb, ist die Mühle seit jener Zeit micht mehr in Gange.

Ehemals waren in Gröbnig auch 3 Windmühlen vorhanden. Die eine stand unterhalb Gröbnig an der Chaussee nach Schönbrunn und verschwand vor etwa 40 Jahren. Von den beiden anderen stand die eine an der Leobschützer Chaussee, die andere beim Alleehause. Diese wurden beide um das Jahr 1882 abgetragen.

Die alte, sehr verwahrloste Schloßmühle erwarb die Gröbniger Spar- und Dahrlehenskasse im Jahre 1904 für 12 000 Mark. Im darauffolgenden Jahre kam sie zum Abbruch, und an ihrer Stelle entstand ein Neubau mit elektrischer Lichtanlage. Der schlechte Geschäftsgang, wahrscheinlich verbunden mit mangelhafter Geschäftsführung und nicht hinreichendem kaufmännischen Verständnis der leitenden Personen, zeitigte einen Fehlbetrag, der sich im Jahre 1910 auf 80 000 M. belief. Zu seiner Deckung mussten die Kassenmitglieder ohne Unterschied je 1300 M. aufbringen. Das war für die weniger Bemittelten ein harter Schlag. Bittere Vorwürfe mußten Vorstand und Aufsichtsrat hinnehmen. Die Mühle selbst ging nun an einen Einzelbesitzer über, den seine Jahresabschlüsse durchaus nicht unzufrieden stimmen.

Die Schloßbrauerei stieß, wie aus einem Urbarium vom Jahre 1718 ersichtich ist, zu jener Zeit jährlich im Durchschnitt 40 Gebräu aus, jedes zu etwa 40 Achteln. Sie wurde von der Herrschaft verkauft und braut seit 1910 nur noch einfaches Bier, das nicht nur in Gröbnig, sondern auch in den benachbarten Gemeinden einen guten Absatz findet. Die Schankhäuser der Kommendedörfer waren verplichtet, Bier und Branntwein von der Herrschaft zu entnehmen.

Im Jahre 1723 waren in Gröbnig 2 Richter (Adam Kuhmeiser und Baltzer Proske), 2 Müller, 55 Bauern, 39 Gärtner und 45 Häusler vorhanden. Im Jahre 1730 gab es 745 Einwohner. Im Jahre 1783 gab es 53 Bauern, 35 Gärtner und 77 Häusler. Gegenwärtig (1914) zählt man 45 Bauern, 101 Gärtner und 102 Häusler. Unter den Besitzern führen nicht weniger als 30 den Namen Breitkopf und der Name Niklasch ist in 14 Familien vertreten. Die kleinen Leute beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Anbau von Gemüse, womit sie die Stadt Leobschütz versorgen. Die Gemarkung der Gemeinde beträgt 1715 ha. Die Einwohnerzahl belief sich 1783 auf 1028, 1855 auf 1575, 1890 auf 1790 und 1910 auf 1749.

Die Chaussee wurde 1855 angelegt. Die Postagentur besteht seit 1890, der Fernsprechanschluß seit 1891. Der nächste Bahnhof, Leobschütz, ist 3 km von hier entfernt. Die Zusammenlegung der Grundstücke erfolgte 1870; vordem hatte jeder Besitzer drei Ackerfelder. Der Kriegsverein wurde 1888, die Freiwillige Feuerwehr 1896 und der Männergesangverein 1902 gegründet. Die Spar- und Darlehenskasse besteht seit 1894. Eine Genossenschaftsmolkerei sollte 1904 ins Leben gerufen worden; die Uneinigkeit der Beteiligten ließ es jedoch nicht dazu kommen. Wie in dem Dorfe Leisnitz, so gab es, wie bereits bemerkt, auch in Gröbnig zwei Erbrichtereien. Vermutlich war in diesen beiden großen Ortschaften ein Gemeindeoberhaupt allein nicht imstande, allen seinen Obliegenheiten nachzukommen, so dass sich zwei die Pflichten eines Erbrichters teilen mußten. Das Gemeindesiegel trägt keine Abbildung, sondern nur die Worte: „Gemeinde Gröbnig, Kr. Leobschütz.“ Das alte Siegel enthielt das Haupt des Johannes.

Mit dem Namen Kolonie bezeichnen die Gröbniger die am östlichen Ausgange des Dorfes liegenden 6 bis 8 Häusler- und Gärtnerstellen.

Die Straßenseite des Wohnhauses der Erbscholtisei – deren Besitzer Engel ist – ziert seit 1884 eine Gedenktafel mit der Inschrift: „hier wurde am 11. Februar 1794 geboren der geniale Widerhersteller der heiligen Musik, Dr. Med. Jos. Karl Proske, gestorben am 20. Dezember 1861 als Kanonikus in Regensburg.“ Proske war zunächst Arzt in Oberglogau und in Oppeln, dann Kreisarzt in Pleß. Mit 30 Jahren gab er sein Amt auf und wählte den geistlichen Beruf. Als Priester wirkte er in Regensburg, wo er die ernste Kirchenmusik pflegte und zur Geltung brachte.

Kirchliches

Seit der Übersiedlung des Johanniterskomturs von Leobschütz nach Gröbnig im Jahre 1283 ist Gröbnig als Pfarrort zu betrachten. Im Jahre 1700 war das Gotteshaus noch ein kleines Gebäude ohne Gewölbe. Im Jahre 1701 unter dem Komtur von Thun wich dieses der heutigen Kirche, die allerdings im Laufe der verflossenen zwei Jahrhunderte eine wesentliche Umänderung und Erweiterung erfuhr. Der Turm wurde in seinem oberen Teile abgetragen, viel höher gebaut und mit einer Kuppel versehen. 1869 mußte die Kirche starker Risse wegen verankert werden. Eine notwendige Ausbesserung des Turmes mit Neuvergoldung des Knopfes erfolgte 1870. Schon längst erwiesen sich wieder die Räume der Kirche bei der starken Zunahme der Bevölkerung im vorigen Jahrhundert als zu klein. Man faßte daher einen Erweiterungbau ins Auge. 1904 wurde das Presbyterium mit der Sakristei abgebrochen und das Gotteshaus nach Osten hin verlängert. Dadurch hat es nicht nur an Raum, sondern auch an Ansehen wesentlich gewonnen. Die Baukosten betrugen 48 000 M. Der Friedhof war schon 1844, 1877 und 1889 erweitert worden.

Der Komtur von Gröbnig hatte sich im Jahre 1755 die Kirchengelder der Kommendedörfer angeeignet. Auf eine Anzeige hin wurde er im Jahre 1766 verpflichtet, die Schuldsumme in der Höhe von 17 791 Gulden nebst 6% Zinsen vom Jahre 1755 an an die Kirchen zu zahlen. Die Kommendegüter wurden mit Beschlag belegt. Der Komtur gab zu seiner Entschuldigung an, es sei von ihm während der Schlesischen Kriege wiederholt Geld erpreßt worden, und er habe die Geldbeträge zahlen müssen, um sein Gehöft vor den Verheerungen zu schützen. Wie diese Schulden nach und nach entstanden seien, so wolle er sie auch nach und nach tilgen. Nachdem sich der Komtur verpflichtet hatte, vierteljährlich einen gewissen Betrag abzuzahlen, wurden die Güter wieder freigegeben.

Die Kirche in Gröbnig ist dem hl. Johannes dem Täufer geweiht. Den neuen Hochalter fertigte im Jahre 1889 der Kunsttischler Ondrusch in Leobschütz. Die Seitenaltäre sind der Mutter Gottes und der hl. Barbara geweiht. Die Orgel wurde 1889 vom Orgelbauer Haas in Leobschütz gebaut. In demselben Jahre kam es auch zur Gründung eines Kirchengesangvereins.
Inhaber der Pfarrei waren seit Ende des 17. Jahrhunderts: Anton Andreas Laßmann 1694-1723, Franz Karl Klement (Clement) 1723-1755, Franz Bönisch 1755-1784, Johann Hausladen 1784-1791, Ignaz Kroker 1791-1806, Franz Werner 1806-1827, Ignaz Molerus 1828-1837, Karl Ullrich, der als Schulrat nach Oppeln berufen wurde, 1838-1845, Albert Langer 1847-1876, Johannes Kothe 1884-1893, Heinrich Mannel, Dechant und Konsistorialrat, 1894 bis heute (1914).

Das Hospital, das zwischen Pfarrhaus und Friedhof liegt, wurde in Jahre 1535 zur Aufnahme von 6 armen, weiblichen Personen errichtet. Neben diesem erbaute der Komtur Graf von Schaffgotsch im Jahre 1788 auch ein Männerhospital. Im Jahre 1891 wurden beide abgetragen, und auf der durch Abschachtung tiefer gelegten Fläche entstand das heutige Hospitalgebäude für den Preis von 10 000 M. Aufnahme finden bestimmungsgemäß Leute aus allen ehemaligen Kommendedörfern.

Ortslageplan 1940, Stand Sommer 2013:

Die Nummern auf dem Ortslageplan sind eine fortlaufende Nummerierung, keine Hausnummern! Bei der Zuordnung zu den Personen stehen diese Nummern in Klammern!

Ortslageplan Gröbnig 1940
Bild zum Vergrößern anklicken!

Ein weiteres Ortslageplan für Schönbrunn wurde von Herrn Josef Mende gefertigt:

Ortslageplan Schönbrunn
Bild zum Vergrößern anklicken!

Links:

Grobniki (polnisch): http://pl.wikipedia.org/wiki/Grobniki
Landkreis Leobschütz: http://wiki-de.genealogy.net/Landkreis_Leobsch%C3%BCtz
Großblatt Nr. 127: Tropplowitz, Leobschütz – Ratibor – Freudenthal – Hultschin: http://www.posselt-landkarten.de/grossblatt_127.htm
Carl Proske: http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Proske
Malteserorden: http://de.wikipedia.org/wiki/Malteserorden
Liste der ehemaligen Johanniterkommenden: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ehemaligen_Johanniterkommenden
Vielhauer-Forschung: http://www.vielhauer-forschung.de
Ort Schönbrunn: http://www.schoenbrunn-oberschlesien.de


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Uwe Beffert, Dörthe Schaper