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Ortsfamilienbuch Kaukehmen / Kuckerneese

Das Kirchspiel KaukehmenKreis Niederung

Kaukehmen ist ein Kirchdorf im baltischen Stammesgebiet der Schalauer, gegründet zu den Zeiten des Deutschen Ordens. Die Schalauer siedelten am Unterlauf des Memel-Stroms zwischen dem südlich angrenzenden Siedlungsgebiet der Prußen und dem nördlich angrenzenden Siedlungsgebiet der Litauer.

Der Ort Kaukehmen mit dem unmittelbar benachbarten Gut Kukernese liegt direkt südlich des Ruß-Stroms, einem Mündungsarm der Memel in das Kurische Haff und nördlich der Alten Gilge. Die Bewohner Kaukehmens und der umgebenden Orte und Güter rechnet man zumindest bis um 1736 der sog. baltischen Urbevölkerung zu.

Politisch zuzuordnen ist Kaukehmen (bis 1631 unter dem Namen Kukernese) mit den zugehörigen Gemeinden des Kirchspiels zunächst Preußen als Herzogtum und Königreich, später Preußen / Ostpreußen als Provinz im Deutschen Kaiserreich.

Auf Grund seiner Lage wurde Kaukehmen zentraler Handelsplatz im Memeldelta und besaß den Status eines "Fleckens". Auch wenn der Ort nie zur Stadt aufstieg, war er entsprechend seiner regionalen Bedeutung seit 1722 Sitz des "Ambt Kukernese", nachdem das Hauptamt Tilsit in 6 Domänenämter unterteilt worden war. Auch im 1818 gebildeten "Kreis Niederung" war Kaukehmen kurze Zeit Verwaltungssitz.

Das Kirchspiel Kaukehmen bestand bereits vor 1576. Auf Grund der dünnen Besiedlung der Region umfasste sein Einzugsbereich im 16. und 17. Jahrhundert auch große Teile der späteren Kirchspiele Neukirch, Lappienen und Plaschken. Nachdem dort in der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert eigenständige Kirchspiele gegründet wurden, reduzierte sich der Einzugsbereich des Kirchspiels Kaukehmen im Wesentlichen auf den bis zum Ende des 2. Weltkriegs bekannten Umfang (siehe Liste der Dörfer und Güter des Kirchspiels Kaukehmen).

Die verfügbaren Kirchenbücher reichen (mit Lücken) von 1668 bis 1874, umfassen also rund 206 Jahre.

Teile des Kirchspiels reichen mit Heinrichsfelde, Leitgirren, Groß- und Klein-Schilleningken nach Norden über die Russ hinaus in das Memelland.
Die Nachbar-Kirchspiele sind Schakuhnen im Nordwesten, Plaschken im Nordosten, Lappienen im Südwesten und Neukirch im Südosten.

Zwischen den benachbarten Kirchspielen gab es natürlich gelegentliche "Wanderungen". Auffällig sind dennoch die recht zahlreichen Taufeinträge aus Baubeln, Girreningken und Schanzenkrug. Verschiedene Einträge in den KB Schakuhnen verweisen auf eine Zuordnung Baubelns zum Kirchspiel Lappienen. Dies betrifft wohl das "adelige Gut Baublen". Der hohe Anteil der Taufen aus Baubeln im Kirchspiel Kaukehmen ist dem "cölmischen Dorf Baublen" zuzuschreiben. Bei Girreningken ist zu vermuten, dass die Fährverbindung über die Ruß im Nachbarort Klein Schilleningken der kürzere Weg zur Kirche war, auch wenn Girreningken offiziell zum Kirchspiel Ruß gehörte. Bei Schanzenkrug sind die Orte Alt Schanzenkrug und Neu Schanzenkrug zu unterscheiden. Alt Schanzenkrug gehörte offensichtlich zum Kirchspiel Kaukehmen und wurde 1861 zu Baltruschkehmen eingemeindet. Neu Schanzenkrug gehörte zunächst zum Kirchspiel Neukirch, später zu Pokraken. Die zahlreichen Taufeinträge in Kaukehmen dürften daher Alt Schanzenkrug zuzuschreiben sein.

1905 verselbstständigten sich die Orte Skören, Baltruschkehmen, Baltruscheiten, Budwethen, Alt- und Neu-Ginnischken und Groß Karzewischken im eigenständigen Kirchspiel Skören.

1920, nach dem 1. Weltkrieg, wurden die nördlich des Ruß-Stroms gelegenen Orte Groß- und Klein Schilleningken, Leitgirren und Heinrichsfelde vom Kirchspiel Kaukehmen abgetrennt. Da sie Teil des Memellands waren, wurden sie dem Kirchspiel Paleiten zugeordnet.

1938 wurde Kaukehmen in Kuckerneese umbenannt, so wie auch einige Orte des Kirchspiels umbenannt wurden. Der Kreis Niederung wurde in Kreis Elchniederung umbenannt.

Seit Ende des 2. Weltkriegs liegt Kaukehmen mit der überwiegenden Zahl der Kirchspielorte im russischen Oblast Kaliningrad und heißt Jasnoje. Die nördlich des Ruß-Stroms (Nemunas) gelegenen Orte liegen jetzt in Litauen.


Der Kirchort Kaukehmen und das unmittelbar benachbarte Gut Kukernese wurden in den Kirchenbucheintragungen (zumindest den bisher erfassten) getrennt geführt.


Quellen

Kirchenbucheinträge:
Überwiegende Datenquelle sind die für das Kirchspiel verfügbaren Kirchenbücher von
1668 bis 1874. Begonnen habe ich die Erfassung mit den Taufeinträgen, teilweise ergänzt um Trauungen. Eine systematische Erfassung der Trauungen und Sterbefälle steht noch aus. Die Datenerfassung der Taufen umfasst momentan den Zeitraum von 1750 bis 1806 vollständig.
Die Jahrgänge 1668 bis 1675 und 1730 bis 1749 wurden von Dr. Witold Peuster beigesteuert. Daten aus dem Zeitraum 1676 bis 1729 sind noch lückenhaft. Zum großen Teil basieren diese Daten auf der umfangreichen Datensammlung von
Hans-Lothar Kallnischkies.

Heimatkreisdatei:
Von der Kreisgemeinschaft Elchniederung habe ich die
 Informationen der Heimatkreisdatei der Orte des Kirchspiels Kaukehmen (mit dem Kirchspiel Skören) übernommen. Dies sind im Wesentlichen Namen und Wohnorte aus der Zeit zwischen 1939 und 1945. Es bleibt damit eine zeitliche Lücke im Datenbestand zwischen 1874 und 1939 / 1945.

Private Informationen:
Inzwischen habe ich auch erste Personendaten aus privaten Quellen in die Datenbank aufgenommen. Das sind vor allem Ergänzungen von Nachkommen der Personen aus der Heimatkreisdatei. Diese Daten sind vor allem interessant, wenn sie die oben genannte zeitliche Lücke schließen können. Soweit solche Ergänzungen in die Gegenwart verweisen, wurden sie aus Datenschutzgründen hier nicht übernommen.

Standesamtsregister:
Der Vollständigkeit halber möchte ich als weitere Quelle auf die Standesamtsregister im Standesamt I in Berlin hinweisen, die bisher aber nur 
für direkte Nachkommen zugänglich sind.
Neuerdings sollen sie teilweise online bei einer kommerziellen Genealogie-Website einsehbar sein.

Für Kaukehmen liegen dort allerdings nur sehr lückenhafte Register für die Geburten im Zeitraum 1874 bis 1944 vor. Für Sköpen gibt es auch Trauregister für 1881-1887 und 1889, sowie Sterberegister für 1874-1879 und 1882-1889.  (siehe hierzu http://www.kreis-elchniederung.de/html/wegweiser.html#UmzugR)

Aktuell enthält dieser Datensatz 40.759 Personen.

Die Quellen werden bei jedem Datensatz benannt. Sofern private Quellen zugrunde liegen, verweist ein Zahlenschlüssel in eckigen Klammern auf die Quelle, z.B. [90-01]. Bei Rückfragen bitte ich den zu benennen.

Ortsangaben werden grundsätzlich durch die jeweilige Zugehörigkeit zum Kirchspiel ergänzt, um die Zuordnung bei Namensgleichheiten eindeutig zu machen.


Orte im Kirchspiel Kaukehmen

(Erfassungsstand Taufen (1696-1813)

Dörfer und Güter des Kirchspiels Kaukehmen
mit alternativen Schreibweisen [Name ab 1938 in Klammern]
Allgawischken, Groß A. [Schlichtingen], Klein A. [Allgau]
Algavischken, Algavischkin, Algaviszken, Algawischcken, Algawiszken, Algawißken, Algawiszkei, Algawiszku
Baltruscheiten (*1) [Balten]
Baltruschaiten, Baltruschaten, Baltruschatczen, Baltruschatczin,
Baltruschatsze, Baltrußaiczei, Baltrußaitei, Baltrußaiczen,   Baltrußaiczu, Baltrußaitczu, Baltruszaiczusa
Baltruschkehmen (*1) [Altschanzenkrug]
Baltruschkemen, Baltruszkemen, Baltruszkehmen, Baltruschkonen,   Baltruszkeny,Baltruschcken, Baltrußkeimei, Baltrußkeimu,    Baltrußkiemen, Baltrußkiemis, Baltruszkiemjo
Baubeln [Sommershöfen]
Baublen, Baublin
Budwethen, Groß B., Klein B., B. Mühle (*1) [Ansorge]
Budvedczin, Budvehten, Budveitczuse, Budveiten, Budveitschen,   Baudwieczu, Budwieczu, Budwieten
Ginnischken, Neu G. [Neuginnendorf], Alt G. [Altginnendorf], Gut G. (*1)
Gennischken, Ginischken, Giniszken, Ginnischcken, Ginnischkin, Ginniszken, Ginnißkei, Ginnißken, Ginnißkiu, Ginnißkiusa,     Ginniszken Hoff
Heinrichsfelde und Fridrichshöffchen bey Heinrichsfelde (*2)
keine alternativen Schreibweisen bekannt
Jonaiten [Gilgenfeld],
Jonaithen, Jonatczin, Jonatschin
Kaplanischken (Gut).
Caplanischken , Kaplaniszken
Karzewischken, Groß K. (*1) [Sprosserweide]
Karcewischken, Karczewischken, Karczewiszken, Kartzevischken, Kartzewischken, Kartzewiszken, Karczawiszken, Karczawisßkei, Karczawißkai, Karczawißken
Kaukehmen,
Kauckehmen, Kauckehnen, Kauckeln, Kaukehnen, Kaukenen, Kaukoehnen, Kaukohnen, Kauköhnen, Kaukonen, Kauken, 
Kaukehnellen
Killucken,
Killucken, Killuckken, Killuken, Killukken, Killukai, Killuku
Kloken,
Klocken, Klockin, Kloken, Klokin, Klukai, Kluke, Kluken, Klükiu,    Klukiusa
Kuckerneese, Gut K., K. Mühle
Kukerneesen, Kukernese, Kukernese, Kukernesee, Kaukerneesen
Leitgirren, Groß L., Gut L., Klein L. (*2)
Leidgeren, Leidgern, Leidgerren, Leidgirren, Leitgeren, Leitgern
Lyszeiten [Lischau],
Liczaczin, Liezaiten, Lihzaiten, Lisaiten, Lisajeitsche, Liszaiten, Liszeiten, Litzaiten, Lizactzin, Lizaiczen, Lizaiczu, Lizaiten, Lysaiten, Lizaiczei
Neuhoff (Gut),
Höfchen, Neu Hof, Neu Höfchen , Neu Höffchen, Neuhof, Neuhöfchen, Neuhöffchen
Neusorge,
Niesorge, Nisorge, Nisorges
Perwallkischken (Gut) (*4)
Perwalkiszken, Perwalkisken, Pervalkischken, Pervaltischken
Reatischken (Gräfl. R.) (*3)
Rajatiszken, Reatischcken, Rejatiszken
Sausseningken [Milchhof], Klein S., Alt S.
Sauseninken, Sausininken, Sausininkin, Sauseninkin, Sausheningken, Sausheninken, Sausenincken, Sauseningken
Schanzenkrug, Alt Sch. (*1)
Schanzen Krug
Schilleningken, Groß Sch., Klein Sch., Sch. Krug (*2)
Groß /  Djn., Schilleinken, Schillininken, Schillninken, Szilleninken, Schilininken, Schilleninken, Schillningken, Schillenincken, Szillininken, Szillningken, Szilininkai, Szillininkai, Szillininkusa
Sellen, Alt S., Neu S., Gut S., Klein S.
Gut Sellen, Selen, Selenhof, Sellen, Guth, Sellen, Hof, Sellenhof, Sellern, Sellinn
Sköpen, Neu S., Alt S., S. Krug
Sckoepen, Skoepen, Skepen, Skiepen, Skiepinnei
Skören (*1)
Schoeren, Sckeren, Sckern, Sckoeren, Skörin, Skorn, Skerai,     Skeru, Skerusa
Skulbetwarren,
Sckulbethvarren, Skulbedvarren, Skulbethwarrn, Skulbetvarren, Sckulbetwarren, Skubetwaren, Skulbethwarren,  Skulbetwarai,    Skulbetwarru
Skuldeinen,
Sckuldainen, Sckuldeinen, Skuldainen, Skuldainen, Skuldehnen, Skuldein
Sutelischken,
Sutelischcken, Sutelischcken, Suteliszken, Siuteliszken,    Siuteliszkiu
Szaudschen,
Sauczen, Sauczin, Sauszen, Sautczin, Sautzen, Szauczen, Szautschen, Zauczen, Zauczusa, Zautczusa, Szaudyczei, Szaudyczus
Trumpeiten [Trumpenau], Groß T., Klein T.,
Jagwaltischken ab Trumpaiten,
Trumpaten, Trumpatischken, Trumpatsche, Trumpaiczei, Trumpaitei
Usseinen [Stellwagen]
(auch Neuhoff, Freiendorf, Friedenberg bey Usseinen),
Ushehnen, Ushein, Usheinen, Usheinin, Ussein, Ußein, Usseinusa,
Braukt, Brauktuwe, Braukuwe
Warskillen,
Varskellen, Varskeln, Varskillen, Varskillin, Varskilln, Warsckelln, Warsckillen, Warsckilln, Warskellen, Warskillin, Warskilln, Warszillen, Warskillei, Warskillusa
Wiezischken [Gilgetal],
Vitzischken, Vitzischkien, Vitzischkin, Vitzishken, Wicziszcken, Wicziszcken, Wieczyszken, Witischke, Witischken, Witzischcken, Witzischken, Wizisken, Wiziszken, Wicziszken, Wyczißken,   Wycziszkei, Wycziszkiu, Wycziszku


(*1) Kirchspielveränderung: Orte im 1905 neu gebildeten Kirchspiel Skören

(*2) Kirchspielveränderung: Orte nördlich der Russ, die nach dem 1. Weltkrieg vom Kreis Niederung und Kirchspiel Kaukehmen abgetrennt wurden.

(*3) Im Taufbuch wird Reatischken nicht näher bezeichnet (Gut „Gräflich Reatischken“ im Ksp. Kaukehmen oder Neuhof-Reatischken im Ksp Lappienen).

(*4) Kirchspielveränderung: Gut Perwallkischken wurde nach dem 1. Weltkrieg vom Kreis Niederung abgetrennt. Ob Gut Perwallkischken bereits vorher zum Kirchspiel Plaschken wechselte, bleibt zu untersuchen.



Taufen aus anderen Kirchspielen

Plaschken*: Bersteningken, Galsdon-Joneiten, Jurge Szubien, Juschka Budwethen (Strillen), Karzewischken (Klein), Kugeleit, Pageldienen, Pillwarren (Gut), Plaschken, Schauditten, Suitkaten, Szameitkehmen, Uszpelken, Warrischken (Gut).
Ruß: Girreningken.
Schakuhnen: Nauseden, Paleiten, Perkuhnen, Schakuhnen, Schneiderende, Schudereiten.
Lappienen*: Endreischken (Gut), Iwenberg, (gräfl.) Joneiten, Lappienen, Mostaiten, Neu Mosteiten, Maszrimmen, Schemeiten, Schuppinnen.
Neukirch*: Adl. Kreywehlen, Bogdahnen, Alt B., B. Mühle, Neu B., Jedwilleiten (Krug), Jedwilleiten, Jägeriszken, Lausberg, Motzwethen, Naudwarischken, Neuendorf, Klein Neuendorf, Neukirch, Pawarszen.
Werden: Bögschen, Drunscheln, Heydekrug, Jagsten, Kanterischken, Lapienen, Masch Magutts, Mazehlin, Minneiken, Mussaten, Naujeningken, Rehhof bey Lappynen, Uszlöknen, Wieszen.
Coadjuthen: Allecken, Kawohlen, Meischlauken, Rukken, Sardweiten, Skeisgen, Stonischken.
Kallningken: Aschpalten

* Kirchspielgründungen in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, bis dahin waren die Kirchspielorte z.T. dem Kirchspiel Kaukehmen zugehörig.


Trauungen im Nachbar-Kirchspiel Schakuhnen

Im Zuge der Auswertung der Kirchenbücher von Karkeln / Schakuhnen wurden alle Eheschließungen erfasst, die in der Zeit von 1687 bis 1803 in Schakuhnen erfolgten und bei denen der Bräutigam oder die Braut aus Kaukehmen stammen.


Stand der Kirchenbuch-Auswertungen:

  • Kirchenbuch Taufen 1668-1696:
    Zeitraum 1668-1675 vollständig erfasst, Jahre 1676-1696 lückenhaft. 
    Die Kirchenbuchseiten 17 links und 33 fehlen. Damit fehlen geschätzt 10 Taufeinträge.
    Das Taufbuch 1668-1696 umfasst auch Orte der später gegründeten Nachbarkichspiele (Lappienen 1667, Plaschken 1695).

  • Kirchenbuch Taufen 1696 - 1750:
    Zeitraum 1730-1749 (1750) vollständig erfasst, Jahre 1696-1729 lückenhaft.

 

  • Kirchenbuch Taufen 1750 - 1771:
    Zeitraum 1750 bis 1771 vollständig erfasst.

  • Kirchenbuch Taufen 1771 - 1798:
    Zeitraum 1771 bis 1798 vollständig erfasst.

  • Kirchenbuch Taufen 1798 - 1823:
    Das Kirchenbuch Taufen 1798-1823 befindet sich momentan in der Auswertung. Aktueller Stand ist Jahreanfang 1813.

  • Kirchenbücher Taufen 1824 mit Lücken bis 1874:
    Noch nicht ausgewertet.

  • Kirchenbuch Trauungen 1750 - 1834:
    Trauungen 1750 - 1834 sind sporadisch, aber noch nicht vollständig in den momentanen Datenstand eingeflossen. 

  • Kirchenbücher Trauungen 1835 - 1848 und 1863 - 1874:
    Noch nicht ausgewertet.

  • Kirchenbücher Tote 1749-1762, 1767-1822, 1823-1848 und 1863-1874:
    Noch nicht ausgewertet. 


Heimatkreisdatei der Orte des Kirchspiels:

Vollständig erfasst inkl. der Orte des 1905 eigenständigen Kirchspiels Skören.

Auf der Webseite der Kreisgemeinschaft Elchniederung (siehe Link in der Spalte rechs) sind für die Orte des Kirchspiels Kaukehmen / Kuckerneese Listen der letzten bekannten Bewohner zum Zeitpunkt der Volkszählung 1939 oder für Kaukehmen 1945 einzusehen. Diese Datensammlung ist Teil des Projektes "Heimatkreisdatei". Der 2013 verstorbene Manfred Allies hat hierin Daten der letzten bekannten Einwohner der einzelnen Orte aus dem Zeitraum von ca. 1939 bis 1945 gesammelt. Zum großen Teil bestehen diese Daten aus den Erhebungen der Volkszählung von 1939, zum Teil aus seinen eigenen Recherchen.

Diese Datensammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit,  wenigsten aber die Namen der Personen sollten erhalten werden, das ist der Zweck der Heimatkreisdatei. Trotz all der Ungewissheiten wurden diese Listen zur Berechnung der Lastenausgleichsentschädigungen herangezogen.

Vor allem die umfangreiche Datensammlung zum "Heimatort unser Kuckerneese" ((c) Manfred Allies (2001- 7. Auflage), überarbeitet von: Wolfgang Nienke (2008)) ist hier besonders zu erwähnen. Sie enthält wesentlich umfangreichere Informationen, als hier für das Ortsfamilienbuch verwertet werden konnten. Aus diesen Daten habe ich lediglich eindeutig Personen- oder Familien-bezogene Details entnommen. 

1938 wurden viele Orte umbenannt. Um eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen, habe ich bei den "Seelenlisten"-Auswertungen beide Ortsbezeichnungen benutzt (siehe auch Liste der Orte im Kirchspiel Kaukehmen oben).

Insgesamt stellen die hier aus der Heimatkreisdatei erfassten
etwa 5.513 Personen / Familien einen relativ "isolierten" Personenkreis dar, da Bezüge zu den letzten verfügbaren Kirchenbucheinträgen (vor 1874) und damit zu der vorangegangenen Generationen nur durch ergänzende Informationen hergestellt werden können. Dennoch lassen sich über die großenteils wiederkehrenden Familiennamen Verknüpfungen erahnen. Der mit der Heimatkreisdatei erfasste Personenkreis ist in der Regel nicht mit Geburts-, Heirats- oder Sterbedaten belegt. Zur zeitlichen Einordnung dient hier ein Hinweis auf Wohnort und Jahr und die Quellenangabe.

Zwischenzeitlich haben einige "Nachgeborene" die Angaben zu ihren Vorfahren aus den Kirchspielen Kaukehmen / Kuckerneese oder Skören freundlicherweise ergänzt. Diese Ergänzungen übernehme ich kontinuierlich in den Gesamtdatenbestand.



Besonders zu erwähnende Einträge

(die Liste wird mit fortlaufender Auswertung ergänzt):

  • Pfarrer Johann Schönink und Ehefrau Catharina Dargatz(in) aus Kaukehmen, 5 Kinder, (Pfarrer 1667–1677).
  • Pfarrer Johannes Klemm und 1. Ehefrau Dorothea Dargatz(in), 5 Kinder ,
    Pfarrer Johannes Klemm und
    2. Ehefrau Anna Maria Engel(in), 4 Kinder,
  • Diakon (1692-1704 als 2. Pfarrer) Martin Forstenau und Ehefrau Anna Barbara Rosochat(in).
  • Pfarrer Johann Heinrich Vorhoff und Ehefrau Ursula, 5 Kinder, (Pfarrer 1700-1727).
  • Pfarrer Johann Christoph Tarrach und Ehefrau Anna Lovysa Gesell(in) aus Kaukehmen, 9 Kinder, 1766/67 suspendiert, (Pfarrer bis 1769/70).
  • Pfarrer Salomo Korella und 1. Ehefrau Ana Amalia Mosengel aus Schanzenkrug,1 Kind,
    [Taufpaten: Frau Amtmann Cöler von Kukernese, Herr Pfarrer Stammer von Lappinen, Herr Pfarrer Lux von Schakuhnen, die Frau Rothin von Memel, die Frau Pfarrin Lovin von Jonaikiszken, Frau Postsecretaerin Tiede, ... Controleur Schultz].
    Pfarrer Salomo Korella und 2. Ehefrau Regina Louise Heilsberg, 2 Kinder, (Pfarrer 1767-1809).
  • Pfarrer Egmont Bergatt und Ehefrau  Ilse, min. 2 Kinder, (Pfarrer 1934-1937).
  • Cantor Michael Schober und Ehefrau Catharina, 2 Kinder, (Cantor in den 1670er Jahren).
  • Cantor Christoph Friedrich Beyer und Ehefrau Maria Lunenburg(in), min. 3 Kinder, (Cantor in den 1730er Jahren)
  • Cantor Christian Grager und Ehefrau Anna Regina NN,4 Kinder, (Cantor bis 1765?).
  • Cantor Abraham Heinrich Safft und Ehefrau Sophia Charlotta Radck(in), 4 Kinder, (Cantor ab September 1765).
  • Cantor Christian Dawid Wittich und Ehefrau Catharina Charlotta Rehs(in),6 Kinder, (Cantor min. ab 1784, später Pfarrer 1809-1824).
  • Cantor Christian Lebrecht Hashenstein (Haßenstein) und Ehefrau Johanna Charlotta Lovisa Wahl, 2 Kinder, (Cantor min. ab 1801).
  • Churfürstl. Ambts-Vorsteher zu Kukernese Tobias Engelitz und Ehefrau Cathrina, 1 Kind,
  • Amtmann und Generalpächter Martin Heinrich Cöler und Ehefrau Johanna Friderica Schultz(in) aus Kukernese, 8 Kinder, [Taufpaten schlecht lesbar].
  • Oberamtmann Rochow und Ehefrau Juliana Amalia Cöler aus Kukerneese, 1 Kind.
    [Taufpaten waren Frau Amtsräthin Cöler von Kukernese, Frau Amtsräthin Poshern, Frau Pfar(r)erin Korella, Herr Amtsrath Rochow von Labiau].
  • Amtsrat (in Russ) Christoph Friderich Brandenburg und Ehefrau Heinrietta Johanna Gertruda Cöler, 2 Kinder.
    [Taufpaten waren Frau Amtsräthin Cöler von Kukernese, Herr Amts Rath Cöler, Frau Amtsräthin Cöler von Winge, Frau Lieut. Stubenau von Löbgallen, Herr Major v. Biberstein, Herr Capit. v. Quoos, Herr Lieut. v. Schlabrendorff, Herr Amtsrat Kirschstein, Herr Amtsrat Schimmelpfennig, Herr Durnau..(?), Herr Consul in Memel, Herr Corck.(?) stman in Memel, Pfr. Korella].
  • Lieutnant außer Diensten und Beamter Heinrich von Heyden und Ehefrau Heinrietta Juliana Rochow, 2 Kinder.
  • Chirurgus Christian Anthon Sangel und Ehefrau Dorothe Christina, 1 Kind.
  • Chirurgus Johann Jacob Kalson mit Loysa Hermann(in) aus Kaukehmen, 1 (uneheliches) Kind.
    Chirurgus Johann Jacob Kalson und Ehefrau Ana Barbara Dittrich(in) aus Kaukehmen, 9 Kinder.
  • Chyrurgus Christoph Ludvich Schütze und Ehefrau Maria Elisabeth Bonin(in), 1 Kind.
  • Chirurgus Johann Friedrich Preuss und Ehefrau Dorothea Veit(in), 2 Kinder.

 

Anm.: die angegebene Kinderzahl bezieht sich auf den Auswertungszeitraum.



Die Fortschreibung des OFB erfolgt laufend, so wie es meine (Frei-)Zeit erlaubt.
Ich danke allen "Hinweisgebern" und freue mich über alle Anfragen, Korrekturen, Ergänzungen und ergänzenden Hinweise.

Besonderer Dank gilt der wachsenden Anzahl von Unterstützern,
so wie Ute Rossky, die viel Zeit in die Datensammlung investiert hat, Dr. Witold Peuster und Hans-Lothar Kallnischkies, die eigene Datenbestände zum Kirchspiel Kaukehmen beigesteuert haben.


Uwe Kuttkat,
Am Steinacker 6a,
41836 Hückelhoven.
kaukehmen@kuttkat.de


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Uwe Kuttkat